Andrea Walter

Dr. Andrea Walter

Der Studentenjob bei der Lokalzeitung war es, der bei Andrea Walter nachhaltig das Interesse an der Auseinandersetzung mit Zivilgesellschaft im kommunalen Kontext weckte. In sechs Jahren freier Mitarbeit in ihrer Heimatstadt Lippstadt lernte sie von den Schützenvereinen bis zu den Wohlfahrtsverbänden sämtliche Ausprägungen, aber auch Potentiale und Problemlagen lokaler Zivilgesellschaft kennen.

Im Anschluss an ihr Studium der Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und des Öffentlichen Rechts hat sie sich dann umfassend aus wissenschaftlicher Perspektive mit der Rolle von Zivilgesellschaft und ihrem sich wandelnden Verhältnis zu Kommune/Staat befasst: Am Institut für Politikwissenschaft an der WWU Münster arbeitete sie u.a. in EU- und BMFSFJ-geförderten Forschungsprojekten und im Rahmen ihrer Doktorarbeit zu folgenden Fragestellungen: Wie kann lokale Zivilgesellschaft helfen, Auswirkungen sozialer Ungleichheit in europäischen Kommunen zu bewältigen? Wie prägen Kommunalsysteme das Rollenverständnis von Kommunalverwaltungen in zivilgesellschaftlichen Beziehungen – Deutschland und die USA im Vergleich? Welche Unterstützungsstrukturen benötigen Sozialunternehmer in Europa und wie gestalten sich Arbeits- und Aufstiegsbedingungen von Frauen im NPO-Sektor in Deutschland?

Während die wissenschaftliche Arbeit mit der Entwicklung von Handlungsempfehlungen aufhört, beginnt die Stiftungsarbeit hier erst. Seit 2016 arbeitet Andrea als Project Managerin im Projekt „Synergien vor Ort“ daran mit, Werkzeuge und Handlungswissen für Praktiker aus Kommunen und Zivilgesellschaft zu entwickeln bzw. aufzubereiten, um diese in ihrer Arbeit vor Ort passgenau zu unterstützen.


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Austausch über die Zukunft des lokalen Engagements in NRW

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zu Gast beim Bürgerfest des Bundespräsidenten

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