Studienreise als Rahmen, um Austausch mit dem Land Steiermark zu starten

Ich arbeite als Senior Projekt Manager im Projekt „Kein Kind zurücklassen“ und konnte die Studienreise nach Graz Ende September dazu nutzen, um in einen vertieften Austausch zu den Herausforderungen in der kommunalen Präventionsarbeit für Kinder und Jugendliche einzusteigen.

So teilt Österreich mit Deutschland nicht nur die Sprache, sondern auch viele soziale Probleme und vergleichbare Herausforderungen bei der Schaffung von Teilhabe-Chancen. Im November 2016 besuchte daher eine Delegation aus der Steiermark mit Landesrätin Ursula Lackner die KeKiz-Modelkommunen und ließ sich die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung vorstellen. Nun startet der Aufbau kommunaler Präventionsketten nach dem Vorbild von „Kein Kind zurücklassen! in der Steiermark.

Im Rahmen der Studienreise von „Synergien vor Ort“ suchten die Koordinatorin für kommunale Präventionsketten „Gemeinsam stark für Kinder“, die Referatsleiterin des Fachbereichs Familien, Erwachsenenbildung und Frauen sowie ein Vertreter aus dem politischen Büro der Landrätin den Kontakt zu „Kein Kind zurücklassen!“ Fragen zu Stolpersteinen bei der Einführung und Etablierung von Präventionsketten  konnten im Rahmen eines gemeinsamen Treffens vertieft werden. Nachhaltigkeit und Finanzierung von Prävention sind auch in Österreich die großen Themen, da das Hilfesystem (Soziales, Bildung, Gesundheit, Erziehung)  vergleichbar versäult wie in Deutschland ist. Die Herausforderungen der heutigen Zeit sind vor dem Hintergrund schwer zu adressieren.

Die Versäulung als Hinderungsgrund für Prävention und Teilhabe motivierte „Kein Kind zurücklassen!“ in der zweiten Projektphase, eine europäische Vergleichsstudie mit dem Schwerpunkt integrierter Präventionsarbeit in anderen europäischen Ländern aufzusetzen. Die Steiermark wird neben Wien und zwei Regionen in Frankreich vertieft untersucht. Auf Grund der strukturellen Ähnlichkeiten beider Länder zu Deutschland wird ein besonderer Erkenntnisgewinn angenommen.

Das Foto zeigt den Sitz der Fachstelle in der Steiermark.



Kommentar verfassen