Austausch über die Zukunft des lokalen Engagements in NRW

Alle zwei Jahre lädt die Landesregierung NRW in Kooperation mit dem „Kommunen-Netzwerk: engagiert in NRW“ zum Engagementkongress ein. Heute war es wieder soweit: Rund 200 Teilnehmer aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft kamen in der Stadthalle Bad Godesberg zusammen und diskutierten im Plenum und in Workshops Zukunftsthemen des Bürgerschaftliches Engagements in den Kommunen. Ganz oben auf der Agenda standen die Themen „Entwicklung einer Engagementstrategie NRW“, „sozialen Zusammenhalt und Demokratie stärken“ sowie „Digitalisierung“.

Ich habe einen Workshop zum Thema „Freies Engagement“ angeboten. Hintergrund dafür war die Beobachtung, dass spontanes, ungebundenes Engagement zwar keine neue Erfindung ist, aufgrund aktueller Geschehnisse wie der Flüchtlingskrise jedoch neue Aktualität gewinnt. Sechs Dialogpartner, die u.a. selbst in ungebundener Form in NRW engagiert sind, zum Thema forschen, freie Engagements vermitteln oder aus Perspektive der Kommune auf das Thema schauen, haben sehr unterschiedliche Facetten zum Thema beigesteuert. Gemeinsam mit den Teilnehmern haben wir dann Herausforderungen, Gelingensfaktoren auf Handlungsansätze herausgearbeitet.

Nachfolgend fünf zentrale Ergebnisse aus der Diskussion:

  • POTENTIAL: Es gibt bereits viele gute Beispiele in NRW, wo sich Menschen spontan engagieren und dabei etwas bewegen.
  • MOTIVATION: Die Erfahrung, selbst wirksam werden zu können für ein aktuelles gesellschaftliches Thema, bzw. das eigene Thema voranbringen zu können und damit die eigene Lebenswelt zu gestalten – diese Gedanken stecken oftmals als Motivation hinter der Übernahme eines spontanen Engagements.
  • NETZWERKE: Netzwerke (virtuelle und reale) sind wichtig, um spontanes Engagement aufzubauen, Engagierte zu gewinnen, Unterstützung zu bekommen.
  • ZUSAMMENARBEIT MIT DER KOMMUNE: Die Zusammenarbeit zwischen Kommune und Engagierten sollte auf Augenhöhe stattfinden. Es braucht einen Ansprechpartner von Seiten der Verwaltung.
  • STRUKTUREN: Ganz ohne Strukturen kommt selbst freies Engagement kaum aus, z.B. wenn es darum geht, finanzielle Mittel einzuwerben.

 

 



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